Kategorie: Umwelt

Die Sonnenfinsternis vom 12. August 2026 und was sie mit unserem Vertrauen in die Wissenschaft zu tun hat

Am Mittwoch, 12. August 2026, wird sich der Mond zwischen Erde und Sonne schieben. Was für einen kurzen Moment wie ein aussergewöhnliches Schauspiel am Himmel wirkt, ist aus wissenschaftlicher Sicht ein bemerkenswert präzise berechenbares Ereignis. Die totale Sonnenfinsternis wird auf einem schmalen Streifen über Grönland, Island, dem Atlantik und Spanien sichtbar sein; weite Teile Europas

Die zweite Hitzewelle des Jahres ist kein Ausreisser – sie zeigt, wie sich das Klima der Schweiz verändert

Kaum ist die erste Hitzewelle dieses Sommers vorbei, steckt die Schweiz bereits in der nächsten. Temperaturen deutlich über 30 Grad, tropische Nächte und ausgetrocknete Böden prägen mittlerweile den Sommer. Was früher als aussergewöhnliches Wetter galt, entwickelt sich zunehmend zur neuen Normalität. Wer heute noch von einzelnen Hitzesommern spricht, übersieht die eigentliche Entwicklung: Das Klima der

Planungsbericht Klima und Energie 2026: Gute Grundlage – jetzt braucht es Verbindlichkeit

Mit dem aktualisierten Planungsbericht Klima und Energie 2026 legt der Regierungsrat die strategische Ausrichtung der Luzerner Klima- und Energiepolitik für die Jahre 2027 bis 2031 vor. Der Bericht zeigt auf, wie der Kanton seine Klimaziele erreichen, die Energieversorgung weiterentwickeln und sich besser an die bereits spürbaren Folgen des Klimawandels anpassen will. Gegenüber dem Planungsbericht 2022–2026

Kantonsrat will Lichtverschmutzung eindämmen – ein wichtiger erster Erfolg

Der Luzerner Kantonsrat hat meinem Vorstoss zur Reduktion der Lichtverschmutzung zugestimmt. Mit 67 zu 39 Stimmen wurde das Anliegen als Postulat erheblich erklärt – und das gegen den Antrag des Regierungsrats, der den Vorstoss lediglich teilweise entgegennehmen wollte. Auch wenn ich mir eine Überweisung als Motion gewünscht hätte, ist das ein wichtiger Erfolg. Der Kantonsrat hat damit ein klares

Wenn das Land „voll“ wirkt: Eine Einordnung der Argumente zur 10-Millionen-Debatte

Die Kommentarspalten unter Beiträgen von Gegner:innen der „10 Million Schweiz“-Initiative gleichen derzeit weniger einer politischen Diskussion als einer Mischung aus Stammtisch, Weltuntergangsfilm und Endgegner-Level von Social Media-Dynamiken. Und trotzdem: Hinter vielen emotionalen Kommentaren stecken reale Sorgen. Wohnungsnot. Überfüllte Züge. Krankenkassenprämien. Druck im Arbeitsmarkt. Verlust von Grünflächen. Das alles einfach als „Angstmacherei“ abzutun, wäre arrogant –

Regierungsrat nimmt mein Anliegen zu Phosphorbelastung ernst

Die Luzerner Mittellandseen sind seit Jahrzehnten ein Mahnmal für die Folgen einer übermässigen Nährstoffbelastung. Baldeggersee, Sempachersee und Hallwilersee müssen bis heute künstlich belüftet werden, damit sie ökologisch nicht kollabieren. Entsprechend erfreut bin ich darüber, dass der Regierungsrat mein Postulat für ein langfristiges Monitoring des Phosphorgehalts in landwirtschaftlich genutzten Böden rund um die Mittellandseen grundsätzlich unterstützt

Mehr Schutz für die Nacht: Warum Luzern verbindliche Regeln gegen Lichtverschmutzung braucht

Mit einer Motion habe ich den Luzerner Regierungsrat aufgefordert, verbindliche gesetzliche Grundlagen zur Reduktion der Lichtverschmutzung im Kanton Luzern zu schaffen. Ziel meines Vorstosses ist es, die bestehenden Empfehlungen des Bundes nicht nur freiwillig anzuwenden, sondern verbindlich im kantonalen Recht zu verankern und durch weitergehende Massnahmen zu ergänzen. Die Antwort des Regierungsrats zeigt zwar, dass

Vorsorge statt Verdrängung – Warum ich JA zum Klimafonds sage

Die Schweiz ist vom Klimawandel besonders stark betroffen. Als Binnenland mit sensiblen Alpenräumen, dicht besiedelten Tälern und einer vielfältigen Topographie erwärmt sich unser Land deutlich stärker als der globale Durchschnitt. Die Folgen sind längst sichtbar – schmelzende Gletscher, instabile Berghänge, zunehmende Extremniederschläge und Hitzeperioden. Ereignisse wie in Blatten oder Brienz sind keine isolierten Naturphänomene. Sie

JA zur Klimafonds-Initiative – jetzt handeln für Klima, Energie und Zukunft

Am 8. März 2026 stimmt die Schweiz über die Klimafonds-Initiative ab. Die Initiative will, dass der Bund jährlich 0,5 bis 1 % des Bruttoinlandprodukts in einen staatlichen Klimafonds steckt, um Klimaschutz, Energie­wende und Infrastruktur­modernisierung konsequent voranzutreiben. Mit diesen Mitteln sollen erneuerbare Energien, Gebäudesanierungen, Mobilität und Weiterbildung für Fachkräfte nachhaltig gefördert werden. Der Klimawandel ist längst

Energetische Sanierungen stärken – aber richtig! Warum ich auf gezielte Förderung statt auf pauschale Steuerabzüge setze

In Luzern stehen wir vor einer grundlegenden politischen Frage: Wie fördern wir energetische Sanierungen im Gebäudepark am effektivsten und sozial gerecht? Die Abstimmung vom 28. September 2025 zum Systemwechsel in der Wohneigentumsbesteuerung inklusive Abschaffung des Eigenmietwerts hat das Thema auf die Agenda gesetzt. Dabei fallen aber wichtige steuerliche Abzüge für Energiespar- und Umweltschutz-Massnahmen weg –